Buch Rezension: Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle

Buch Rezension: Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle

Elementar, Watson. Die Geschichten vom berühmten Meisterdetektiv Sherlock Holmes verzaubern die Menschen seit Jahrhunderten. Die Kunstfigur von Sir Arthur Conan Doyle hat bis in die Moderne überlebt. Kein Charakter der Kriminalliteratur konnte jemals die forensische Arbeitsmethode, die auf detailgenauer Beobachtung und nüchterner Schlussfolgerung beruht, übertreffen. Holmes ist der Archetyp des Privatdetektiven und das Symbol des erfolgreichen, analytisch-rationalen Denkers schlechthin. Der Charakter kommt in insgesamt 56 Kurzgeschichten und vier Romanen vor. Der Fischer Klassik Verlag hat die besten Geschichten in einem Buch verpackt.

Deutscher Titel Das große Sherlock-Holmes-Buch
Genre Krimi
Autor Sir Arthur Conan Doyle
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Bindung Taschenbuch
Umfang 352 Seiten
Erschienen 01. Mai 2009
Verlag Fischer Klassik
ISBN 978-3423624992

Klappentext

»In der Londoner Baker Street warten die Klienten auf den berühmten Kriminalisten Sherlock Holmes. Denn wenn sich der Opium rauchende, leicht verlotterte und menschlich nicht wirklich kompetente Privatdetektiv ihrer Sache annimmt, dann wird der Bösewicht zweifelsohne mit Scharfsinn und Kombinationsgabe zur Strecke gebracht. Sherlock Holmes löste einen wahren Kult aus und erhielt Lesebriefe an seine fiktive Adresse. Dieser Band versammelt die schönsten Geschichten mit dem Meisterdetektiv.«

Bewertung: Die Charaktere

Alleine die Charaktere aus dem Sherlock Holmes Universum könnten eigene Blogbeiträge bei mir füllen. In kaum anderen Erzählungen stehen diese Charaktere so stark für sich, wie in den Werken von Sir Arthur Conan Doyle. Im Fokus der Geschichte stehen Sherlock Holmes selbst und sein treuer Begleiter Dr. John H. Watson. Watson bewundert die Genialität seines Freundes, ist aber selbst als Kriegsarzt nicht in seiner Intelligenz zu unterschätzen. Er ist ein pragmatischer Geselle und er wird von Holmes als Rezipienten seiner deduktiven Schlüsse hoch geschätzt. Deshalb ist Holmes anfangs auch nicht sonderlich begeistert, als sein treuer Begleiter sich in die Gouvernante Mary Morstan verliebt und diese anschließend auch heiratet. Doch die zwischenmenschliche Beziehung von Watson und Mary ist nicht das, was Holmes die größten Magenschmerzen verursacht. In beinahe allen Geschichten stellt sich Professor James Moriarty als Holmes größter Widersacher heraus. Im Grunde ist er Sherlocks schwarzes Spiegelbild, indem er seine Genialität zum Schaden der Menschheit einsetzt. Sherlock Holmes bezeichnet ihn deshalb auch gerne als „Napoleon des Verbrechens“.

Neben den Hauptfiguren lernt man in den Geschichten auch noch viele andere, wichtige Charaktere kennen. Dazu zählen beispielsweise Sebastian Moran, aus Moriartys Umfeld, Holmes’ Bruder Mycroft Holmes, die verführerische Irene Adler oder auch der Inspector G. Lestrade. Alle diese Charaktere hätten eigene Bücher verdient, in denen sie als Protagonisten agieren. Sie sind lebendig, unterschiedlich und interessant. Keiner von ihnen macht es dem Leser leicht, sie sofort zu durchblicken, was die Spannung ins Unermessliche steigert und dem Buch einen Realismus verleiht, den man sonst nicht so schnell findet.

Bewertung: Die Storyline und die Geschichte

Erzählt werden die Abenteuer von Sherlock Holmes aus der Perspektive seines treuen Begleiters Dr. Watson. Nur in vier Geschichten wird Sherlock Holmes selbst zum Erzähler. Sherlock Holmes setzt sich in seinen Abenteuern mit den unterschiedlichsten Problemen auseinander:

  • Probleme in allen Gesellschaftsschichten
  • geheime Organisationen
  • kriminelle Bünde
  • Kryptogramme
  • Diebstähle
  • verschwundene Personen
  • Drohungen und Erpressungen
  • scheinbar unerklärliche Todesfälle
  • Staatsgeheimnisse und Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit

Da es sich bei den Abenteuern des Detektiven einst um Kurzgeschichten handelte, sind alle Fälle in sich selber abgeschlossen und an sich gleich aufgebaut. Die Geschichten sind oftmals sehr dialoglastig und verworren, lösen sich aber dann durch die Intelligenz des Detektiven auf und ergeben plötzlich auch für den Leser Sinn. Die Charaktere und ihre Probleme sind an die Probleme des 19. Jahrhunderts – die Zeit von Sir Arthur Conan Doyle – angepasst und mögen daher nicht immer ganz zeitgemäß wirken. Fingerabdrücke gab es zu der Zeit noch nicht, ebenso wenig wie DNA Analysen. Nichts desto trotz ist der Erzählstil und die Kriminalität gut gealtert und auch heute noch so spannend wie vor 100 Jahren.

Andere Berührungspunkte mit Sherlock Holmes

Ich muss zugeben, dass meine Meinung bezüglich Sherlock Holmes nicht völlig neutral ist. Neben diesem Buch hatte ich in meinem Leben schon diverse weitere Berührungspunkte mit dem berühmten Meisterdetektiv. Zum einen habe ich die TV-Serie über den Detektiven gesehen, zum anderen war ich in meinem Leben schon in London und habe dort das berühmte Sherlock Holmes Museum besucht, um echte Baker Street Luft zu schnuppern.

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Mein Fazit zu Sherlock Holmes

Ich persönlich liebe die Idee von Sherlock Holmes, diesen Charakter und auch die Geschichten. Die Figur hat sich mittlerweile verselbstständigt und lebt auch heute noch, viele Jahre seit dem Tod von Sir Arthur Conan Doyle, weiter. Viele Sprüche und Ideen des Detektiven sind uns erhalten geblieben und auch den Menschen bekannt, die noch nie das Buch, beziehungsweise die Geschichten, gelesen haben. Nichts desto trotz finde ich, dass die Geschichten noch heute einzigartig und absolut lesenswert sind. Es macht Spaß die Verbrechen mit Holmes und Watson zu lösen und sich in eine andere Zeit hinein zu versetzen. Die Spannung ist noch in jedem der Fälle der beiden greifbar und es wird schnell klar, wieso Sherlock Holmes Kult geworden ist. Deshalb habe ich einen kleinen Fun Fact für dich: Wusstest du, dass der Charakter Sherlock Holmes auf einer realen Person namens Joseph Bell, einem schottischen Chirurgen, Kinder- und Militärarzt und Pionier der Forensik, bei dem Sir Arthur Conan Doyle Vorlesungen besuchte, basiert? Was denkst du über die Geschichten? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Bewertung nach der nonsensente-Bewertungsskala:

Positiv Negativ 9
Ausgezeichnet!

Geschichte – 8
Spannung – 10
Anspruch – 9
Charaktere – 10

  • Einzigartige, fantastische Charaktere
  • Spannende Dialoge
  • Interessante und einzigartige Kriminalfälle
  • Gute Kapitelgrößen
  • Nicht alle Probleme sind heute noch zeitgemäß
Sending



User Review


3
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Hinter nonsensente stecke ich, Sarah. Seit dem Jahr 2015 bin ich Bloggerin. Ich schreibe auf meinem Blog über Dinge, Welten und Menschen. Kurzum über alles, was mich bewegt. Als Pixelfreundin bin ich in der bunten Welt der Medien aufgewachsen. Besonders gerne befasse ich mich heute mit Literatur aus den Bereichen Fantasy, Sci-Fi und Crime.

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