Buch Rezension: Kill U: Wer verliert, muss sterben von Carla Spradbery

Buch Rezension: Kill U: Wer verliert, muss sterben von Carla Spradbery

Sponsored Post. Um dazu zu gehören, tun wir Menschen einiges. Doch wie weit würde man gehen? Was ist man bereit zu opfern? Einer ähnlichen Situation sieht sich die Protagonisten aus dem Thriller Kill U: Wer verliert muss sterben von Carla Spradbery gegenüber. Der Coppenrath Verlag hat mir lieber Weise ein Rezensionsexemplar des Buches zur Verfügung gestellt. Was ich von dem Buch denke, das erfährst du in nachfolgender Rezension.

Deutscher Titel Kill U: Wer verliert, muss sterben
Originaltitel The 100 Society
Genre Thriller
Autor Carla Spradbery
Übersetzer Petra Knese
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Bindung Gebundene Ausgabe
Umfang 264 Seiten
Erschienen 2015
Verlag Coppenrath Verlag
ISBN 978-3-649-62149-2
Preis 14,95 €

Inhalt: Kill U: Wer verliert, muss sterben

Kill U erzählt die Geschichte von Grace Becker, die gerne in den Klub der 100 aufgenommen werden möchte, für den sie 100 tags an bestimmte Orte sprühen muss. Kurz bevor sie vorm Ziel steht, wird sie von einer mysteriösen Gestalt angegriffen, bei der klar wird, dass man ihre Aufnahme in diesen Klub verhindern möchte.

Klappentext:

Für Grace Becker ist es mehr als nur ein Spiel, in den legendären Klub der 100 aufgenommen zu werden. Die Aufgabe, einhundert tags zu sprayen, ist für die Kunststudentin zu einer Sucht geworden. Ihr Zeichen – ein Drache in Form eines “U” – prangt bereits auf 95 Locations. Doch plötzlich werden Grace und ihre Freunde beim Versuch, das nächste tag zu sprayen, angegriffen. Wer steckt dahinter? Und was sind die Pläne des unheimlichen Angreifers? Schon bald wird Grace klar, dass nicht nur die Aufnahme in den Klub 100 auf dem Spiel steht. Denn ihr Leben und das ihrer Freunde hängt am seidenen Faden…

Bewertung – Erster Eindruck

Tatsächlich war es bei Kill U so, dass mich die Geschichte, beziehungsweise der Klappentext, des Buches derart überzeugt hat, dass ich es unbedingt lesen wollte. Das Cover und die Gestaltung passen sehr gut in den Bereich der Jugendliteratur und sind gut für die Zielgruppe geeignet. Es handelt sich dabei vermutlich um kein Buch, das ein Erwachsener aus dem Regal fischen würde, doch das ist auch nicht der Anspruch den dieses Werk stellt.

Die Geschichte beginnt direkt in brühender Action, die den Leser sofort mitten rein ins Geschehen zieht. Ab der ersten Seite steckt man direkt mitten in der Handlung und im Geschehen mit drin und man legt das Buch auch erst wieder zur Seite, wen man die letzte Seite gelesen hat. Das ist in jedem Falle ein dicker Pluspunkt für die Geschichte, denn der anfänglich schnell aufgebaute Spannungsbogen kann das gesamte Buch über gehalten werden.

Die Charaktere

Wie die Story rund um das “Sprayen” schon ahnen lässt, verstoßen die Protagonisten in dem Buch offensichtlich gegen das Gesetz. Die Handlungen, die hier passieren, sind nicht legal und den Hauptfiguren ist das bewusst und egal. Bei den Hauptcharakteren handelt es sich um Kunststudenten einer elitären Kunstakademie. Das bedeutet, dass alle Figuren aus einem guten Familienstand stammen. Darin liegt auch in gewisser Weise der Reiz der Figuren, denn wenn ihre Eltern wüssten, was sie täten, wären sie mit Sicherheit entsetzt über ein derartiges Verhalten. Es geht um das Sprengen von Regeln und das Ausbrechen aus alten Verhaltensmustern. Sie alle leben also mit der Angst im Nacken, jederzeit einen Rauswurf auf der Akademie zu riskieren. Darin liegt auch der Hauptkonflikt der meisten Hauptcharaktere: Sie können mit niemanden über ihre Probleme reden, denn das, was sie tun, ist ebenfalls illegal. Der psychische Druck steigt und der Zusammenhalt der Gruppe ist gefragt. In der Geschichte werden Grace und ihre Kommilitonen mit unterschiedlichen Problemen und Ängsten konfrontiert, sie bekommen aus unerwarteten Kreisen Rückhalt geboten und es wird mit dem Leser gemeinsam immer wieder der ein oder andere Verdacht aufgebaut, der dann zerschellt. Während Grace eine wirklich gute Hauptfigur ist, wirken die Personen und Figuren um sie herum manchmal etwas einseitig und ihre Handlungen etwas unschlüssig.

Die Storyline

Großer Pluspunkt der Story ist definitiv der hohe Spannungsbogen, der während der gesamten Geschichte aufrecht erhalten wird. Der eigentliche Haupthandlungsstrang ist nichts, was vorher noch nie da gewesen wäre, hat aber trotzdem genug Würze, um frisch zu wirken. Die Geschichte ist solide und schlüssig aufgebaut. Dennoch ist es an einigen Stellen nicht immer ganz schlüssig, die Beweggründe der Figuren und der “Täter” nachzuvollziehen. Es wird sich viel mit Problemen der Zielgruppe befasst.

Mein Fazit zum Thriller von Carla Spradbery

Kill U ist definitiv ein spannender Thriller, den man nicht so schnell aus der Hand legen möchte. Die Geschichte beweist, dass man im Noir-Genre auch ohne starker Gewalt viel Spannung erzeugen kann. Was die Geschichte an Spannung zur Genüge hat, lässt sie an Anspruch und an den Charakteren jedoch hin und wieder schweifen. Alles in allem ein solides, gutes Jugendbuch, das ich gerne ins Regal stellen werde.

Bewertung nach der nonsensente-Bewertungsskala:

Positiv Negativ 6
In Ordnung!

Geschichte – 6
Spannung – 8
Anspruch – 5
Charaktere – 7

  • Durchgängig hoher Spannungsbogen
  • Gut ausgearbeitete Psycho-Spielchen
  • Viele falsche Fährten werden gelegt, in die man selbst hinein tappt
  • Einige Charaktere haben kaum Hintergrundgeschichten, was sie einseitig wirken lässt und verhindert, dass man richtig mit ihnen mitfiebern kann
  • Einige Sinnesfehler (insbesondere im Bezug auf den Gebrauch von Smartphones)
  • Gesamtnote in Sternen
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User Review
3 (2 votes)
sarah-laurien-weiher

Hinter nonsensente stecke ich, Sarah. Seit dem Jahr 2015 bin ich Bloggerin. Ich schreibe auf meinem Blog über Dinge, Welten und Menschen. Kurzum über alles, was mich bewegt. Als Pixelfreundin bin ich in der bunten Welt der Medien aufgewachsen. Besonders gerne befasse ich mich heute mit Literatur aus den Bereichen Fantasy, Sci-Fi und Crime.

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