Buch Rezension: Margos Spuren von John Green

Buch Rezension: Margos Spuren von John Green

Als ich mit Eine wie Alaska die Bücher von John Green entdeckte, war ich in den Stil seiner Bücher einfach nur verliebt. Umso tiefer sitzt der Schmerz, wenn mich seine anderen Werke einfach nicht so richtig packen wollen. Auch Margos Spuren konnte mich einfach nicht überzeugen. Wieso, das erfährst du in der nachfolgenden Buchrezension.

Deutscher Titel Margos Spuren
Genre Liebe
Autor John Green
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Bindung Taschenbuch
Umfang 330 Seiten
Erschienen 2015
Verlag dtv
ISBN 978-3423624992

Inhalt:

Das Buch Margos Spuren erzählt die Geschichte von dem pubertären Quentin und seinen Freundin. Quentin ist ein Außenseiter und ein charmanter Nerd. Früher war er eng mit Margo befreundet, einem Mädchen, das direkt neben wohnt. Doch mit dem Alter trennten sich auch ihre Wege. Margo wurde beliebt und stadtbekannt. Eines Nacht steht sie plötzlich wieder vor seinem Fenster, um sich an ihren Freundin zu erinnern. Es ist zu schön um wahr zu sein, doch ehe Quentin sie am nächsten Tag auf diese Nacht ansprechen kann, ist sie verschwunden.

Klappentext: »Margo ist für Quentin das größte Geheimnis und zugleich das Wundervollste, was er sich vorstellen kann. Aber erst als sie verschwindet, lernt er sie richtig kennen…«

Bewertung: Die Charaktere

Die Charaktere von John Green kann man nur lieben oder hassen. Was mir noch in seinen anderen Büchern sehr gut gefallen hat, hat mich hier doch sehr stark enttäuscht. Alle Bücher von John Green haben denselben Charaktertyp: Ein neutraler Normalo, mit dem man sich im Bestfall selber identifizieren kann (in diesem Fall Quentin), einen quirligen Freund, einen trotzigen Freund und natürlich ein atemberaubendes Mädchen, das alle lieben und das einer Halbgöttin gleicht (hier Margo). Die Handlungen, das Alter, die Charaktere und die Dialoge der Figuren passen einfach nicht zusammen. John Green hat einen sehr geschwungen, philosophischen Schreibstil, der die Charaktere oft unglaubwürdig dastehen lässt. Beim Lesen kommt es einem eher so vor wie der Traum eines Jugendlichen anstelle des richtigen Leben eines Jugendlichen. Vieles ist einfach zu over the top oder zu klischeehaft.

Bewertung: Die Storyline und die Geschichte

Die Geschichte von Margos Spuren liest sich sehr vielversprechend. Auch meine Erwartungen waren sehr hoch, als ich das Buch endlich in den Händen hielt, nachdem ich schon Eine wie Alaska oder Das Schicksal ist ein mieser Verräter verschlungen hatte. Doch der Höhepunkt der Geschichte spielte sich schon innerhalb der ersten 80 Seiten ab. Danach hat die Geschichte, gemeinsam mit Margos Verschwinden, rasant an Fahrt verloren und ging nur noch schleppend voran. Das Buch ist gut zum zwischendurch lesen, doch der Spannungsbogen kann und will einfach nicht aufrecht gehalten werden. Ab der Mitte des Buches gab es ein starkes hin und her, das mehr für Verwirrung als für Spaß und Spannung gesorgt hat. Auch das Ende gab dem Buch einen unvollendeten Beigeschmack; bei dem noch viele Fragen offen blieben und man unzufrieden das Buch wieder zu klappt.

Mein Fazit zu Margos Spuren von John Green

Alles in allem muss man sagen, dass Margos Spuren einen guten Start hingelegt hatte, aber sein Potenzial nicht genutzt hat. Die Charaktere wirken wie recycelt aus alten und anderen John Green Romanen, der Spannungsbogen bricht ab der Hälfte des Buches zusammen und das Ende ist sehr unbefriedigend und lässt viele Fragen offen. Es hat mich viel Überwindung gekostet das Buch zu Ende zu lesen und ein richtiger Lesespaß wollte durchweg nicht richtig aufkommen. Das finde ich sehr schade.

Bewertung nach der nonsensente-Bewertungsskala:

Positiv Negativ 3
Schwach!

Geschichte – 3
Spannung – 1
Anspruch – 3
Charaktere – 2

  • Schöner Schreibstil
  • Interessante Grundidee
  • Stereotypen als Charaktere
  • Unbefriedigendes Ende
  • Kein guter Spannungsbogen
  • Oft unglaubwürdig
  • Verwirrende Gedankensprünge

1 Kommentar

  1. 27. Juni 2018 / 11:10

    Hey!
    Schade, dass dir Margos Spuren nicht so gut gefallen hat.
    Ich mochte es damals ganz gerne, ich fand Margo in ihrer Unnahbarkeit irgendwie cool.
    Den Film fand ich auch gut, auch wenn das Ende irgendwie total anders und komisch war.
    Sehr cool fand ich allerdings Cara Delevigne als Schauspielerin für Margo.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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