Buch Rezension: Eine wie Alaska von John Green

Buch Rezension: Eine wie Alaska von John Green

Eine wie Alaska wurde nicht nur zweifach für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 nominiert, es ist wohl auch eines der meist zitierten Bücher auf Tumblr. Auch ich bin ich über die Plattform auf den Debütroman von John Green, der voller fantastischer Zitate und Gefühle strotzt, aufmerksam geworden. Gelesen habe ich das Buch schon vor einigen Jahren, doch es ist mit bis heute bildhaft in Erinnerung geblieben. Deshalb folgt hier jetzt meine Buchrezension.

»Miles ist 16. Viel ist nicht los bei ihm. Keine Mädchen, keine Kumpels, keine nennenswerten Hochs und Tiefs. Ein stinknormales Leben. Doch dann begegnet er Alaska – und verliebt sich auf den ersten Blick. Alaska ist ein Rätsel, eine Göttin, ein Wunder. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Wie kann er einem solchen Wesen begegnen, ohne sich heillos zu verlieren? Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt John Green die Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.«

Deutscher Titel Eine wie Alaska
Originaltitel Looking for Alaska
Genre Liebe
Autor John Green
Übersetzer Sophie Zeitz
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Bindung Taschenbuch
Umfang 299 Seiten
Erschienen 2007
Verlag Carl Hanser Verlag
ISBN 978-3-423-62403-9

Inhalt

Die Geschichte erzählt das Leben von Miles, der an eine neue Schule kommt. An seiner alten Schule hatte er nicht sonderlich viele Freunde. Am nähsten steht er zu dem Zeitpunkt noch seinen Eltern. Sein Vater ist besonders stolz darauf, dass Miles die gleiche Schule besuchen wird, auf der auch er einst war. In dem Internat angekommen lernt er den Colonel, seinen Zimmernachbarn kennen. Kurz darauf begegnet er auch Laura, Takumi oder eben Alaska. Das Buch erzählt die Geschichte von dem Internatsleben der Freunde, ihren Sorgen und ihren Ängsten – bis zu einem schlimmen Wendepunkt.

Bewertung

Erster Eindruck

Das Buch Eine wie Alsaka ist kein Buch, dass ich mir gekauft hätte, hätte ich zuvor noch nicht davon gehört und hätte ich es damals einfach so im Regal stehen sehen. Sowohl der Klappentext wie auch das Buchcover geben nicht viel Aufschluss darüber, was für eine Emotionsgewalt einem im Inneren eigentlich erwartet. Zum Glück wurde ich bereits vorher darüber informiert.

Die Charaktere

Protagonist in der Geschichte ist Miles. Miles ist im Grunde ein ganz normaler Junge, der ein ganz normales Leben lebt. Doch seine Gedanken und seine Ausdrucksweise sind ganz anders, als man sie von einem Jugendlichen erwarten würde. Wie auch alle anderen Charaktere in dem Buch, spricht er auf eine sehr philosophische, gewählte Art und Weise. In den Gesprächen mit seinen Freunden geht es ganz oft um den Sinn und die Suche. Im Buch wird dabei von der »Suche nach dem großen Vielleicht« gesprochen. Diese Dialoge machen viel Spaß und regen zum nachdenken an, doch sind auch alles andere als aus dem Leben gegriffen.

Alaska hingegen ist eine Aphrodite, eine wahre Naturgewalt. Sie berührt alles und jedem in dem Buch und ist, aufgrund ihrer Imperfektion, so unantastbar und unerreichbar wie eine Göttin, die manchmal selber gerne wäre. Dabei hat Alaska kein leichtes Leben. Sie ist launisch, manchmal zickig und depressiv. Sie personifiziert alles, wovor einem die eigenen Eltern warnen würden: Sex, Zigaretten und Verantwortungslosigkeit. Dies macht sie jedoch auf eine so tiefen sympathische Art und Weise, das ich einfach gar nicht anders konnte, als sie Wert zu schätzen. Viele ihrer Zitate sind sehr bei mir hängen geblieben:

»Ihr raucht zum Spaß, ich rauche, um zu sterben.« (Eine wie Alaska, John Green, S. 62)

Ansonsten begegnen wir unter anderem noch dem Colonel, der mich wohl am häufigsten zum Lachen gebracht hat, oder aber auch Takumi und Laura, die beruhigend normal sind.

Die Geschichte

Die Geschichte des Buches lebt ganz eindeutig von seinen Charakteren. Die äußere Rahmenhandlung und das Leben an der Schule, die Miles und Alaska besuchen, ist nicht sonderlich aufsehenerregend. Doch das ist auch nicht der Anspruch, den John Green an sein Werk stellt. Es geht nicht darum, große Schlachten zu kämpfen und böse Endgegner zu besiegen: Den eigentlichen Kampf, den die Jugendlichen in der Geschichte führen, führen die Kinder gegen sich selbst. John Green arbeitet viel mit Metaphern und schreibt in tiefsinnigen, langen Sätzen, die es Spaß macht zu lesen:

»Und seine letzten Worte waren: Nun mache ich mich auf die Suche nach dem großen Vielleicht. Deswegen möchte ich weg. Ich will nicht warten, bis ich tot bin, mit meiner Suche nach dem großen Vielleicht.« (Eine wie Alaska, John Green, S. 10)

Mein Fazit

Ich persönlich finde, dass Eine wie Alaska ein wunderschöner Roman für Jugendliche und junge Erwachsene ist. Das Lesen macht Spaß und reißt einen emotional von Anfang an bis zum Schluss mit. Ich habe mir manchmal gewünscht, etwas wie Alaska zu sein und ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch genau den Nerv trifft und genau die Themen anschneidet, die viele junge Menschen da draußen bewegt. Mich eingeschlossen. Deshalb kann ich jedem mit einem Sinn für philosophische Ansätze zum Lesen dieses Buches raten.

Bewertung nach der nonsensente-Bewertungsskala:

Positiv Negativ

8
Sehr gut!

Geschichte – 6
Spannung – 8
Anspruch – 8
Charaktere – 10

  • Sehr interessante Charaktere
  • Nicht vorhersehbare Wendung
  • Sehr emotional
  • Strukturierte, gut durchdachte Story
  • Schöne, nachdenkliche Sätze
  • Teilweise etwas realitätsfern
  • Manchmal unglaubwürdige Handlungen
  • Gesamtnote in Sternen
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User Review
4.6 (5 votes)
sarah-laurien-weiher

Hinter nonsensente stecke ich, Sarah. Seit dem Jahr 2015 bin ich Bloggerin. Ich schreibe auf meinem Blog über Dinge, Welten und Menschen. Kurzum über alles, was mich bewegt. Als Pixelfreundin bin ich in der bunten Welt der Medien aufgewachsen. Besonders gerne befasse ich mich heute mit Literatur aus den Bereichen Fantasy, Sci-Fi und Crime.

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