Buch Rezension: The School for Good and Evil: Eine Welt ohne Prinzen (Band 2) von Soman Chainani

Buch Rezension: The School for Good and Evil: Eine Welt ohne Prinzen (Band 2) von Soman Chainani

Im Oktober letzten Jahres habe ich The School for Good and Evil Band 1 gelesen und ich muss zugeben, ich habe für Band 2 lange gebraucht. Daran ist das Buch jedoch am wenigsten Schuld, sondern vor allem mein straffer Zeitplan. Mit Band 2 wollte ich entscheiden, ob ich diese Reihe bis zum Ende lesen werde oder die Reihe von nun an ad acta legen werden. Wie ich mich entschieden habe und wieso ich mich so entschieden habe, das erfährst du in meiner nachfolgenden Buchrezension zu The School for Good and Evil: Eine Welt ohne Prinzen.

Titel The School for Good and Evil: Eine Welt ohne Prinzen (Band 2)
Genre Fantasy
Autor Soman Chainani
Illustrator Iacopo Bruno
Übersetzung Ilse Rothfuss
Sprache Deutsch
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Bindung Hardcover
Umfang 507 Seiten
Preis 16,99 €
Erschienen 24. August 2016
Verlag Ravensburger Buchverlag
ISBN 978-3473401413

Inhalt von The School for Good and Evil Band 2

Kaum sind Agatha und Sophie heil zu Hause angekommen, werden sie auch schon wieder zurück an die Schule der Guten und Bösen entführt. Dort hat sich in ihrer Abwesenheit einiges verändert, denn die anderen Märchenprinzessinnen wollen nun auch ein Happy End ohne Prinzen. Sie haben kurzerhand Frieden mit den Hexen geschlossen und alle Jungs in die Schule der Bösen verbannt. Ende gut, alles gut? Von wegen. Denn im Hintergrund zieht eine dunkle Macht die Strippen …

Die Charaktere

Da ich die Buchcharaktere schon in meiner Rezension zu tSfGaE Band 1 vorgestellt habe, werde ich mich bei dieser Rezension auf die Charakterentwicklung und die neuen Charaktere in dem Buch von Samon Chainani beschränken. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen erneut Agatha und Sophie. Chainani schafft es, dass ich Sophie in diesem Buch genauso leidenschaftlich hassen kann, wie ich es in Band 1 schon getan habe. Sophie ist hinterhältig, egoistisch und verlogen, um ihren Willen durchzusetzen. Sie sieht ihre eigenen Fehler nicht ein und hat keine Scheu über Leichen zu gehen. Agatha hingegen hat sich stärker entwickelt. In ihr steckt immer mehr eine Prinzessin, was man an ihrem Auftreten, ihren Umgang mit den anderen Charakteren und ihren Handlungen gut bemerkt. Agatha tat mir in diesem Buch einfach leid und ich habe ihr von Herzen das beste gewünscht.

Aus der Schule für Gut und Böse wurde eine Schule für Jungen und Mädchen. Wir lernen zum ersten Mal Evelyn Sader kennen, die Halbschwester von Professor Sader und die neue Schulleiterin, die eine böse Aura umgibt. Tatsächlich fand ich Evelyn Sader eine der interessanteren neuen Charaktere, die, meiner Meinung nach, nicht richtig zur Geltung in der Geschichte gekommen ist und deren Finale mich ein wenig enttäuscht hat. Die anderen Lehrer, Professor Täubchen oder Lady Lasso waren genauso wie ich sie in Erinnerung hatte. Spannend fand ich insbesondere die Entwicklung von Tedros, der durch Agathas Abweisung in völliger Verzweiflung untergeht. Tedros, der anfangs noch von allen anderen Jungen geliebt und gefeiert wurde, wird nun von ihnen gehasst. Die Geschichte seiner Familie spielt eine immer größere Rolle. Es tat mir weh seinen Verfall mit anzusehen und gleichzeitig war ich wütend auf ihn, weil er so schnell von A nach B gesprungen ist und keine standfeste Meinung vertreten hat.

In diesem Atemzug möchte ich auch ein paar Worte über Filip von Horonienhügel verlieren, was diejenigen, die das Buch schon gelesen haben, nun mit Sicherheit etwas merkwürdig finden. Doch ich finde Filip ist ein völlig eigener Charakter und ich sage nur so viel: Ich schätze es wäre besser für die Person, wenn sie immer Filip wäre. Die anderen Schüler, wie Dot, Hester, Anadil oder Hort haben eine weniger wichtigere Rolle in diesem Buch und werden im Grunde nur erwähnt, um die Haupthandlung voran zu treiben.

Die Geschichte

Die beiden Freundinnen sind nach dem Showdown aus Es kann nur eine geben wieder zurück in ihrem Heimatdorf. Während Sophie tatsächlich das Gefühl hat, jetzt endlich ihr Happy End zu leben, treten in Agatha erste Zweifel auf, ob sie sich in Band 1 auch die richtige Person gewünscht hat. Mit diesem Wunsch scheint alles in die Brüche zu gehen und auch die Freundschaft von Agatha und Sophie bekommt erste Risse. Sie gelangen wieder zur Schule für Gut und Böse, doch hier hat sich einiges verändert.

Die Idee, die hinter der neuen Aufteilung der Schulen steckt macht Spaß und schafft es, eine völlig neue Geschichte trotz demselben, vertrauten Setting zu erzählen. Ich muss aber auch sagen, dass diese Geschichte sich vielen Klischees und Geschlechtervorurteilen bedient. Der Schulunterricht, den ich an solchen Büchern immer am meisten mag, kam hier reichlich kurz. Die Geschichte springt schnell von A nach B und hält sich teilweise ein Kleinigkeiten zu lange auf. Hin und wieder war der Erzählstil etwas Wirr und der ein oder andere Plottwist konnte nicht so überzeugend rüber gebracht werden, wie es der Fall hätte sein können. Das hat dafür gesorgt, dass mir The School for Good and Evil: Eine Welt ohne Prinzen teilweise sehr langatmig vorkam. Im Grunde hat es sich für ein Übergangsbuch für den dritten Teil angefühlt, der, wie ich glaube, großartig sein wird.

Mein Fazit: The School for Good and Evil 2

Ich weiß, ich bin spät dran mit The School for Good and Evil. Teil 1 ist bereits im Jahr 2013 erschienen und Band 2 im Jahr 2014. Mittlerweile besteht die Buchreihe aus 5 Büchern, die ich auch allesamt plane zu lesen und einzeln auf diesem Blog zu rezensieren. Warum? Weil ich finde, dass nicht nur Neuerscheinungen eine Rezension verdient haben. Die Geschichte von Agatha und Sophie unterhält mich und es macht Spaß, das Abenteuer der beiden Freundinnen zu verfolgen. Ich finde die immer neuen Ideen von Chainini beeindruckend und es macht Spaß die vielen Wendungen und Kniffe in Kombination mit alt-vertrauten Märchen zu lesen. Zu oft kam es schon vor, dass der Auftakt einer Reihe großartig war und die Geschichte von Band zu Band den Bach runter ging. Ich möchte eine Geschichte im Ganzen bewerten. Und bis jetzt kann ich aufrichtig sagen: Die Bücher sind GUT!

Bewertung nach der nonsensente-Bewertungsskala:

Positiv Negativ

7
Gut!

Geschichte – 6
Spannung – 7
Anspruch – 7
Charaktere – 8

  • Tolle Charakterentwicklung
  • Großartige Bösewichte
  • Schöner Erzählstil in einer bildlichen Sprache
  • Wieder wunderschöne Illustrationen
  • Interessantes und neues Grundkonzept im Vergleich zu Band 1
  • Zwischendurch sehr langatmig
  • Teils nicht sehr nachvollziehbare Handlungsentscheidungen
  • Der Showdown kommt etwas zu kurz
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2.5 (2 votes)

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