Sind Bücher für Kinder für Erwachsene ein No Go?

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Bücher haben in der Kindheit etwas absolut magisches. Bei vielen Menschen geht dieser Zauber mit zunehmendem Alter oft verloren. Zu wenig Zeit, zu viel Stress, neue Hobbys – die Gründe dafür sind vielfältig. Nichts desto trotz denken auch Erwachsene, die aufgehört haben Bücher zu lesen, gerne an ihre Lieblingsgeschichten aus der Kindheit zurück: Harry Potter, Pippi Langstrumpf, Tintenherz, Pumuckl. Kinderbücher sind etwas besonderes. Dennoch wird man oft belächelt, wenn man sich auch im fortgeschrittenen Alter noch für sie interessiert. Warum ist das so?

Was macht Bücher für Kinder so besonders?

Ich persönlich lese gerne Kindergeschichten. Das habe ich früher getan und das tue ich noch immer. Eines meiner ersten Bücher war, neben Harry Potter selbstverständlich, Pettersson und Findus. Dieses Buch ist mir vor allem deshalb so prägnant in Erinnerung geblieben, weil ich mich noch genau daran erinnere, wie viel Freude die Geschichte auch meinen Eltern beim gemeinsamen Lesen gemacht hat. Kinderbücher haben etwas besonderes an sich: Sie erzählen Geschichten von magischen, verrückten und wundervollen Dingen, für die wir im Alltag oft keinen Platz haben. Kinderbücher entführen uns im Wachzustand in die Welt der Träume. Wir erleben mit ihnen Dinge, die wir längst aufgegeben haben oder die wir uns gar nicht mehr trauen zu genießen.

Erwachsen sein ist manchmal ganz schön kompliziert. Viele Erwachsene sind so darum bemüht, ein bestimmtes Bild nach außen abzugeben und gewissen Anforderungen gerecht zu werden, dass sie dabei völlig vergessen, was ihnen früher wichtig war. Das macht Bücher für Kinder für sie so wichtig und wunderbar. In Kinderbüchern sind die Gesetze der Physik und des normalen Verstandes meistens ausgehebelt. Es geht nicht darum, ein gewisses Ziel zu erreichen. Der Weg dahin ist schon das Ziel. Kindergeschichten sind unschuldig und sollen Spaß machen. Sie lenken uns ab von den Sorgen, die uns den ganzen Tag lang begleiten. Kurzum: Kindergeschichten sind großartig. Warum trauen sich erwachsene Menschen also so selten, sie offenkundig zu lesen?

Kinderbücher sind für Erwachsene kein No Go!

Unser ganzes Leben arbeiten wir daran, unseren eigenen Status zu verbessern. Das fängt in der Schule an und zieht sich unsere ganze Berufsausbildung und das Berufsleben hindurch durch. Wir arbeiten daran unser Wissen zu vertiefen, um mehr Geld zu verdienen, um dieses für schönere Dinge auszugeben und dann wieder mehr anzuschaffen. Ein Teufelskreis, dem kaum einer so richtig entkommt. Daran ist absolut nichts schlechtes. Kinderbücher jedoch geben nach Außen hin vielen Menschen das Gefühl, dass sie auf der Stelle treten. „Leichte Lektüre“ macht sich nun mal nicht gut in der eigenen Privatbibliothek.

Das ist jedoch zum Glück ein Irrglaube. In vielen Fällen mag es auch einfach der eigene Lesegeschmack sein, der sich verändert und weiter entwickelt hat. Manchmal stellen wir fest, dass wir statt Krimis vielleicht doch lieber Liebesgeschichten oder Science Fiction Abenteuer lesen. Das ist gut und das ist auch okay so. Natürlich werden auch wenig Erwachsene Freude daran haben mit Fara und Fu das Alphabet neu zu lernen. Nichts desto trotz ist es vollkommen in Ordnung, sich auch einmal mit einem Kinderbuch in die Bahn zu setzen. Dieses los lassen und Sorgen frei lassen ist etwas, wofür wir uns im Erwachsenenleben viel zu selten die Zeit nehmen. Das ist furchtbar schade und meiner Meinung nach absolut notwendig.

Die schönsten Kinderbücher in der Übersicht

Ich persönlich lese regelmäßig und gerne Kinder- und Jugendbücher. Eben weil ich Kindergeschichten sehr liebe und diese Bücher auch heute noch jederzeit wieder lesen würde, habe ich dir eine Auflistung meiner liebsten Bücher für Kinder zusammengestellt. Michael Ende hat einen Großteil meines Büchergeschmacks geprägt. Manche Geschichten und Bücher bleiben zeitlos. Diese gehören, wie ich finde, einfach dazu.

BuchtitelAutorAltersempfehlung
Harry PotterJ. K. Rowlingab 12 Jahren
VorstadtkrokodileMax von der Grünab 10 Jahren
Gregs TagebuchJeff Kinneyab 12 Jahren
Pettersson und FindusSven Nordqvistab 4 Jahren
Jim Knopf und Lukas der LokomotivführerMichael Endeab 6 Jahren
Die kleine Raupe Nimmersatt Eric Carleab 2 Jahren
Der Grüffelo Axel Scheffler, Julia Donaldsonab 4 Jahren
SternenschweifLinda Chapmanab 8 Jahren
Ronja RäubertochterAstrid Lindgrenab 10 Jahren
Emil und die DetektiveErich Kästnerab 6 Jahren
EragonChristopher Paoliniab 12 Jahren
Der satanarchäolügenialkohöllische WunschpunschMichael Endeab 10 Jahren
Die unendliche GeschichteMichael Endeab 12 Jahren

Wie stehst du zu dem Thema Bücher für Kinder? Liest oder interessierst du dich dafür? Was war dein Lieblingsbuch aus der Kindheit? Ich freue mich sehr über deine Gedanken zu diesem Thema als Kommentar.

Beitragsbild: © PublicDomainArchive – pixabay.com

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5 Kommentare

  1. 21. Juni 2019 / 8:02

    Schönen guten Morgen!

    Ich lese ab und an gerne Kinderbücher, wobei ich da schon etwas differenziere … bei mir sind es dann eher Bücher ab 10 Jahren, bei allem anderen fühle ich mich dann meist doch schon zu alt *lach* bzw. können sie mich halt auch einfach nicht mehr so neugierig machen oder mitreißen. Jim Knopf, Sternenschweif z. B. oder Grüffelo, das würde ich jetzt nicht mehr lesen, Die unendliche Geschichte aber ist genial, genauso wie Harry Potter – es kommt ganz drauf an, um was es geht und ob es auch ein bisschen anspruchsvoller geschrieben ist, dann mag ich es sehr gerne. Das ist aber wirklich dann meistens bei den Büchern ab 12.

    Ich hab deinen Beitrag heute auch in meiner Stöberrunde verlinkt 🙂

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Sarah
      Autor
      22. Juni 2019 / 19:39

      Hallo Aleshanee,

      lieben Dank – ich freue mich immer total darüber, wenn ich in deiner Stöberrunde auftauche! 🙂
      Bei mir ist es in den meisten Fällen auch bei Büchern ab 12 Jahren der Fall. Bücher für noch Jüngere lese ich nur dann wirklich gerne und aktiv, wenn ich sie als Kind schon mal gelesen habe. Es ist ein schönes Gefühl damit Erinnerungen wieder zu wecken.

      Liebe Grüße

  2. 22. Juni 2019 / 19:02

    Hey,
    ich bin gerade über Aleshanee auf deinen Blog gestolpert. 🙂

    Es ist so schade, dass in Schubladen gedacht wird. Ich bin Mitte 30 und lese immer noch gerne Kinderbücher. Harry Potter liebe ich nach wie vor. 😀
    Und Michael Ende sowieso…

    Hab einen tollen Abend.

    Ganz lieben Gruß

    Steffi

    • Sarah
      Autor
      22. Juni 2019 / 19:40

      Hey hey Steffi!

      Das freut mich sehr, dass du hierher gefunden hast. 🙂 Ich finde das auch sehr schade; viele gute Dinge entgehen dem ein oder anderen vielleicht dadurch, dass etwas nicht der Norm entspricht. Ich bin eine große Freundin davon „aus der Box zu denken“.

      Das wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße

  3. 29. Juni 2019 / 17:57

    Hallo!
    Ich finde es toll, dass es jetzt so viele Kinderbücher und Bücher für Jugendliche gibt. Ich lese die auch selber gern. Da ich Jahrgang 78 bin, gab es in meiner Kindheit nicht so viele Bücher für Kinder. Dadurch hab ich jetzt umso mehr Freude beim lesen. Zudem habe ich auch eine Nichte und einen Neffen, denen kann ich dann gleich die Bücher weiter empfehlen oder vorlesen.

    Liebe Grüße

    Christin selber Bücherwurm

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