Ein Buch schreiben – Von einer Idee zum Bestseller

Ein Buch schreiben – Von einer Idee zum Bestseller

Bücher. Wir alle sind mit den gedruckten Worten auf Papier aufgewachsen, die uns Geschichten von Abenteurern, Freundschaft, Liebe und Ängsten erzählten. Diese Welten fesselten uns und begleiten uns in unserem Leben, unserem Handeln und in unserem Denken noch heute. Wie schön wäre es da, selber eines Tages sein eigenes Buch in den Regalen stehen zu sehen! Doch ein Buch schreiben ist gar nicht so einfach. Von der Idee über das Manuskript bis hin zum Verlag ist es ein langer Weg. Deshalb habe ich dir in diesem Schreibratgeber die zehn wichtigsten Schritte zusammengefasst, die dir dabei helfen sollen, deine Gedanken auf das Papier zu bringen.

Zehn Schreibtipps für angehende Autoren

Um zu wissen, wie man ein Buch schreibt, gilt es als allererstes zu verstehen, dass ein Buch nicht gleich ein Buch ist. Es gibt diverse verschiedene Genres, die die Herangehensweise maßgeblich beeinflussen. Von Krimi, Thriller, Liebesroman, Sachbuch, Ratgeber oder Fantasyroman bis hin zur eigenen Biografie: Es gibt viele Wege, seinen Geschichten Ausdruck zu verleihen. Diese Guideline richtet sich in erster Linie an Autoren der Belletristik, die ein fiktives Buch schreiben wollen.

1. Buchidee

Am Anfang von Allem steht die Idee. Die Idee kann viele Auslöser haben: Das eigene Leben, eine spannende Dokumentation oder die eigenen Träume. Besonders in Erinnerung bleiben uns meistens die Bücher, in die wir uns hinein versetzen können. Oft lohnt es sich also zu Beginn Brainstorming zu betreiben. Was bewegt dich? Schreibe es auf. Halte alles fest. Wenn die erste Saat deiner Gedanken gesät ist, wirst du schon bald die Früchte tragen.

2. Plot

Die Idee steht. Schwieriger ist es nun schon, seine Ideen in eine Story, einen spannenden Hautplot und in eine sinnvolle Handlung zu betten. In Romanen finden sich häufig viele Handlungsstränge, die nebeneinander verlaufen. Daher ist es ratsam, sich einen Zeitstrahl aufzuzeichnen, in dem die wichtigsten Etappen im Leben eures Protagonisten und alle äußeren Einflüsse festgehalten werden. Am Ende sollte der Hauptkonflikt in einem Satz zusammengefasst werden können.

3. Spannungsbogen

Für den Spannungsbogen eines Buches kann sich an den Mitteln des Theaters orientiert werden. Sprechen wir also von Akten, den drei Akten um genau zu sein. Um die Handlung eines Buches in Gang zu stoßen, benötigt man im Grunde drei Dinge: Einen Auslöser, einen Höhepunkt und einen Schluss. Deshalb solltest du dir genau überlegen, warum die Reise deines Charakters beginnt, was der entscheidende Wendepunkt in der Geschichte sein wird und wie die Reise enden wird.

4. Charaktere

Die Charaktere in einem Werk sind, meiner persönlichen Meinung nach, das wichtigste an der ganzen Geschichte: Sie transportieren die Gedanken, Gefühle und Ängste, die das Buch am Ende vermitteln soll. Umso wichtiger ist es also, sich genau über seine Charaktere zu informieren. Woher kommen sie? Was treibt sie an? Wie verändern sie meine Handlung? Deshalb solltest du für alle wichtigen Charaktere in deinem Buch einen Charakterbogen schreiben. Darein gehören beispielsweise Aussehen, Sprechweise, Einstellung, Familienstand und die Rolle in der Handlung.

5. Schreibstil

Auch das Schreiben ist ein Handwerk. Noch nie sind Meister vom Himmel gefallen. Schreibroutine entsteht vor allem durch eines: Das Schreiben. Mit der Übung wächst auch der ganz individuelle Stil, der einen guten Autoren am Ende kennzeichnet. Vielen Autoren hat es auch schon geholfen, Schreibkurse zu belegen, um den eigenen Schreibstil zu verbessern. Wichtig ist, sich von vornherein zu überlegen, in welcher Person du schreibst und ob du, als Autor, allwissend bist oder die Geschichte mit deinen Charakteren zusammen entdeckst. In jedem Falle wird das Leseerlebnis am Ende ein anderes sein. Auch die Zeitform ist ein entscheidender Faktor für deine Story: Befindest du dich im Hier und Jetzt, in der Vergangenheit oder in der Zukunft?

6. Klischees

Klischees zu bedienen macht Spaß. Sie zu brechen aber ebenso. Überlege dir genau, ob und welche Reize du in deiner Geschichte aufgreifen möchtest und welche nicht. Noch die kleinsten Klischees können neue Steine ins Rollen bringen, die deinen roten Faden bedrohen könnten.

7. Schreibblockaden überwinden

Jeder angehende Autor hatte schon einmal den Moment, in dem es einfach nicht weiter ging: Die berüchtigte Schreibblockade. Und das ist okay. Manchmal sind Pausen notwendig. Kreativität lässt sich nicht erzwingen. Doch verwechsle niemals Pausen mit Beenden. Es ist wichtig, sich seinen eigenen Schreiballtag zu erschaffen. Dafür kann es hilfreich sein, sich kleine Ziele zu setzen, wie zum Beispiel 500 Wörter in der Woche zu schreiben oder zwanzig Minuten am Tag. Selbst wenn du am Ende nur vor dem leeren Papier gesessen und nichts niedergeschrieben hast, hast du über deinen Roman nachgedacht. Und irgendwann wird dir der entscheidende Kniff einfallen.

8. Zielgruppe

Du schreibst in erster Linie für dich. Schreiben ist beruhigend für die Seele und den Geist. Doch spätestens wenn du dir sicher bist, dass das, was du dir bis hierher erarbeitet hast, gut genug ist, um eines Tages verkauft zu werden, solltest du dir Gedanken über deine potenzielle Zielgruppe machen. Wer soll dein Buch am Ende lesen? Kinder? Jugendliche? Erwachsene? Denke daran, jeder Mensch denkt anders und hat andere Bedürfnisse und Wünsche. Deine Zielgruppe hat auch einen großen Einfluss auf die Dialoge und die Geschehnisse in deinem Buch.

9. Testleser und Lektorat

Wenn du dein Buch geschrieben hast, kommt wohl der härteste Part: Du musst es wieder auseinander nehmen lassen. Und zwar von Testlesern und Lektoren. Auch wenn Kritik hart sein kann, nimm dir die Worte deiner Kritiker zu Herzen. Was für dich ganz klar sein kann, kann in deinem Werk unschlüssig wirken. Schließlich kennst du deine eigene Welt besser als jeder andere. Lass dich also darauf ein, wenn jemand dir am Ende sagt, er habe das ein oder andere in dem Kontext nicht verstanden. Vielleicht sind es Lücken, die dir vorher selber noch gar nicht aufgefallen sind.

10. Verlagssuche

Das Ende ist das schönste und doch gleichzeitig irgendwie erst der Anfang. Dein Buch steht, deine Freunde und Familie lieben es, es kann gedruckt werden! Doch solange du dein Werk nicht selber verlegen möchtest, solltest du dir Verlage suchen und dein Werk in ein anständiges Manuskriptformat bringen. Jeder Verlag hat hier seine eigenen Anforderungen. Am Ende gilt: Frag nach. Du hast es bis hierher geschafft, gib jetzt nicht auf. Wenn du zweifelst, ob dein Buch gut genug ist, schick es dennoch ab. Niemand wird dir das so ehrlich beantworten können wie ein Lektor.

Fazit: Wie schreibt man ein Buch?

Heutzutage gibt es viele Wege für angehende Schriftsteller, sein Werk auf dem Buchmarkt unter die Menschen zu bringen. Selbstverlage, Plattformen wie epubli oder auch eBooks machen das möglich. Ob Taschenbuch oder gebundene Ausgabe: Jedes Werk hat seinen ganz eigenen, besonderen Wert. Egal in welche Richtung der Weg einen führen soll, wichtig ist insbesondere eines, wenn du dein Buch irgendwann in deinen Händen halten möchtest: Fang. An.

Bild: © fredmarriage – unsplash.com

sarah-laurien-weiher

Hinter nonsensente stecke ich, Sarah. Seit dem Jahr 2015 bin ich Bloggerin. Ich schreibe auf meinem Blog über Dinge, Welten und Menschen. Kurzum über alles, was mich bewegt. Als Pixelfreundin bin ich in der bunten Welt der Medien aufgewachsen. Besonders gerne befasse ich mich heute mit Literatur aus den Bereichen Fantasy, Sci-Fi und Crime.

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