Roman schreiben – In 10 Schritten zum Buch

Roman schreiben – In 10 Schritten zum Buch

Viele Menschen träumen davon, einen Roman schreiben zu können. Diese Bücher der Unterhaltungskunst versprühen einen unvergleichbaren Zauber und Anziehungskraft. Dabei unterscheidet sich das Roman schreiben in vielerlei Hinsicht vom regulären Bücher schreiben. Das Reich der Fiktion kann verzetteln. Deshalb habe ich hier 10 Tipps für dich, wie du dich auf das Schreiben bestmöglich vorbereiten kannst.

Am Anfang steht die Idee

Wie auch beim “normalen” Bücher schreiben steht am Anfang die Idee als Basis für alles weitere. Anders als beispielsweise beim Schreiben von Biografien oder Sachbüchern, zeichnet sich ein Roman in erster Linie daraus aus, dass er fiktiv ist. Das sollte dich jedoch nicht davon abhalten, dir eine gute Struktur zu überlegen. Dabei sollen dir die folgenden 10 Schreibtipps helfen.

1. Der Plot

Der Erfolg einer Geschichte steht und fällt zu großen Teilen mit dem Plot. Mit dem Plot wird der Handlungsverlauf eines Romans festgelegt. Dieser besteht aus allen Ereignissen eines Buches und den darein verwickelten Charakteren. Wichtig ist, dass die Inhalte zusammenhängen. Denke immer daran: Alles baut aufeinander auf. Um den Plot ins Rollen zu bringen, benötigst du als erstes einen Einstieg. Dieser kann rein zufällig gewählt werden, ganz nach deinen persönlichen Präferenzen. Du entscheidest, ob du die Gesamtsitation erklären möchtest oder nicht. Wichtig ist nur, dass es ein auslösendes Ereignis für alles weitere ist. Schließlich willst du deinen Leser direkt von Anfang an an deine Geschichte fesseln.

2. Der Hauptkonflikt

Bei dem Hauptkonflikt handelt es sich um den roten Faden deiner Geschichte. Du solltest jederzeit in der Lage sein, diesen roten Faden in einem Satz zusammenzufassen. Halte in einem Satz die wichtigsten Fragen fest: Wer macht warum und wann was und wie geht es zu Ende? Es gibt viele verschiedene Methoden, die dir dabei helfen, deinen Hauptkonflikt und deinen Haupthandlungsstrang auszuarbeiten. Eine beliebte Variante ist die Schneeflockenmethode.

3. Die Dramatik

Auch wenn dein Hauptkonflikt noch so gut ist, niemand wird sich dafür interessieren, wenn die Dramatik in deiner Geschichte fehlt. Wenn du einen Roman schreiben möchtest, dann solltest du dir in jedem Fall Gedanken über den Spannungsbogen machen, denn deine Geschichte wird von diesem Spannungsbogen leben. Die Heldenreise entscheidet darüber, ob dein Roman zu Ende gelesen wird oder nicht. Eine bewährte Methode dafür ist es, deinen Roman in drei Akten zusammenzufassen. Diese Methode wird auch oft im Theater verwendet.

  • 1. Akt: Einführung & auslösendes Ereignis
  • 2. Akt: Zuspitzen der Ereignisse & Höhepunkt/ Wendepunkt
  • 3. Akt: Auflösung, Show-Down & Schluss

4. Die Charaktere

Harry Potter, Simba oder auch Percy Jackson – all diese Figuren sind echte Charaktere, von denen man ein Bild vor Augen hat, die Fehler, Ängste und Sorgen haben und an die man sich gerne erinnert oder mit denen man sich identifizieren kann. Das, was diese Charaktere ausmacht, ist, dass sie dreidimensional sind. Die drei Dimensionen sind:

  • 1. Dimension: Aussehen & Erscheinungsbild
  • 2. Dimension: Psychologie & Charakter
  • 3. Dimension: Soziales Umfeld & Verhalten

Je besser du diese Dimensionen für deine Charaktere definieren kannst, desto glaubwürdiger werden deine Charaktere. Charaktere brauchen Ecken und Kanten. Es ist gut, wenn sie etwas außergewöhnliches an sich haben und nicht zu glatt auf deine Leser wirken. Die Charakterentwicklung ist ebenso wichtig. Gute Charaktere kannst du beispielsweise anhand eines Charakterbogens entwickeln.

5. Die Grundstimmung

Nachdem du die äußeren Bedingungen für deinen Roman festgehalten hast, solltest du dir Gedanken über die Grundstimmung in deinem Buch machen. Sie gibt Aufschluss darüber, mit was für Wörtern du in deinem Buch arbeiten solltest. Sie sagt außerdem, welche Gedanken, Sorgen und Ängste deine Figuren haben könnten und wie sich der Haupthandlungsstrang entwickeln wird.

6. Die Metaebene

Warum erzählst du deine Geschichte? Warum schreibst du einen Roman? Diese Frage kannst du dir oft mit der Metaebene beantworten. Dabei handelt es sich um eine übergeordnete Sichtweise, in der Diskurse, Strukturen oder Sprachen als Objekte behandelt werden. Deine Geschichte hat mit Sicherheit ein Thema, ein Problem, das beleuchtet und diskutiert werden soll. Auch in Fantasy-Geschichten haben die Charaktere oft Probleme aus dem echten Leben. Versuche deine Metaebene besser zu verstehen, halte sie gegebenenfalls fest und versuche sie unbemerkt, zwischen den Zeilen, in deinen Romanen mit einzubringen.

7. Der Erzählstil

Du solltest den Erzählstil deines Romans niemals mit dem Schreibstil verwechseln. Überlege dir, wie du deinen Roman aufbauen möchtest. Weiß der Erzähler alles erzählte schon vorher oder entdeckt er die Geschehnisse gemeinsam mit den Charakteren? Ist der Erzähler selbst eine Figur oder so etwas wie ein Gott, der manchmal auch den Leser direkt anspricht? Eine wichtige Regel beim Erzählstil ist: Show, don’t tell. Man unterscheidet beim Erzählstil im Grundlegenden in zwei Bereiche. Finde heraus, welcher zu dir und deiner Geschichte passt:

  • Narrativer Erzählstil: Viele Beschreibungen und Szenen, die die Geschichte voran treiben. Diesen Erzählstil findet man häufig in Märchen.
  • Szenischer Erzählstil: Viele Dialoge und Handlungen. Deine Geschichte lebt mehr von den Figuren und deren Handlungen als von der Umgebung und den äußeren Einflüssen.

8. Dialoge

Einen Dialog zu schreiben ist ein ganz eigenes Thema für sich. Dennoch sind sie für einen Roman unabdinglich und es ist wichtig, dass du die wichtigsten Grundregeln des Dialoge Schreibens kennst und auch beachtest. Versuche nur Dialoge zu führen, die deiner Geschichte einen Mehrwert bieten. Denke daran, dass all deine Charaktere ihre eigene Persönlichkeit haben und versuche, diese in den Dialogen wiederzuspiegeln. Die Gesprächssituation, die Gesprächsinhalte und die teilnehmenden Figuren haben großen Einfluss auf das gesprochene Wort. Traue dich verschiedene Stilmittel auszuprobieren oder auch innere Monologe zu führen.

9. Der Schreibstil

Jeder Schrifsteller hatte beim Roman schreiben schon einmal seine eigenen Schreibblockaden. Doch lasse dich davon nicht aufhalten. Du kennst die Rahmenhandlung, deine Charaktere und den Hauptkonflikt. Woran scheitert es also oft? Oft ist der Schreibstil das Problem. Du weißt nicht, wie das, was du erzählen möchtest, in Worte packen kannst. Das ist ganz normal. Es dauert eine lange Zeit, bis sich der eigene Schreibstil entwickelt und du weißt, wie du Situationen am besten beschreiben kannst und wie du die Handlung gezielt, aber nicht gehetzt, voran treibst. All das ist eine Frage der Übung.

10. Das Feedback

Sobald du mit dem Roman schreiben fertig bist, gilt es, deine ersten Testleser von deinem Buch zu überzeugen. Erwarte nicht, dass sie direkt von Anfang an so tief in der Geschichte drin sind wie du und alle Zusammenhänge genauso gut verstehen wie du. Denke daran, dass bisher nur du die Welt kennst, die du in deinem Roman erschaffen hast. Deshalb sei geduldig, nehme jedes noch so kleine Feedback ernst. Auch große Schriftsteller gehen häufig mehrere Retouren durch, ehe sie ihr Manuskript als fertig erachten und der Roman veröffentlicht werden kann.

Konnten dir diese Schreibtipps beim Roman schreiben helfen? Wenn ja, dann freue ich mich über deinen Kommentar. Hinterlasse mir auch gerne deine Meinung und deine Erfahrungen unten in den Kommentaren.

© EliFrancis – pixabay.com

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