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Storytelling als Basis für großartige Geschichten im Marketing

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Unser ganzes Leben lang werden wir von Geschichten geprägt. Nicht nur, dass wir Geschichten lesen, Filme ansehen oder Hörspiele hören. Auch von unseren Liebsten bekommen wir im frühen Kindesalter mitgegeben, dass es wichtig ist, manche Wahrheiten in besonders schönen Rahmen zu verpacken: Zum Beispiel die Wahrheit rund um Weihnachten verpackt in die Geschichte mit dem Weihnachtsmann. Mit Hilfe des Storytellings kann es auch dir gelingen, deine Idee nicht nur zu erzählen, sondern erlebbar zu machen. Ich zeige dir, wie du Storytelling sinnvoll für dich nutzen kannst.

Was ist Storytelling?

Storytelling steht für die Macht von Geschichten. Es begleitet uns rund um die Uhr. Es ist Bestandteil im Wissensmanagement und in der Unternehmenskommunikation, aber auch in der direkten Kommunikation untereinander. Die Kunst, Geschichten zu erzählen, hat mit der Digitalisierung völlig neue Ausmaße angenommen. Frei gesagt versteht man unter der Methode jedoch folgendes:

Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“) ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form von Leitmotiven, Symbolen, Metaphern oder anderen Mitteln der Rhetorik weitergegeben wird. Es wird hauptsächlich in digitalen Medien angewandt. Das Publikum konsumiert die Story nicht nur durch Zuhören, Lesen oder Anschauen, sondern wird aktiv als Prosumer in die Umsetzung auf News-Portalen, Blogs, Streaming-Plattformen und in der Virtual Reality mit eingebunden. – Wikipedia

Man muss also ganz klar unterscheiden, ob man Storytelling als Kunstform, im Unternehmen, Journalismus, Kinder- und Erwachsenenbildung, PR und Marketing oder vielleicht sogar im Religionsunterricht betreiben möchte. 

Wofür braucht man Storytelling?

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© stux – pixabay.com

Wenn du etwas zu sagen hast, dann sage es auf die richtige Art und Weise. Nicht umsonst heißt es der Ton macht die Musik! Geschichten können, auch wenn sie denselben Inhalt haben, unterschiedlich aufgefasst werden, je nachdem wie man sie erzählt. Dein Wort ist wichtig und soll gehört werden, oder? Dann erzähle es so, dass es auch gehört wird!

Mit Hilfe von Storytelling kannst du anfangen, Botschaften und Wissen optimal an deine Zielgruppe zu vermitteln. Eine Geschichte bleibt bei uns Menschen eher im Gedächtnis, als ein paar lieblos hin geklatschte Fakten. Wir Menschen sind sehr emotional ausgelegt. Gefühle und Moral bestimmen einen Großteil unseres Handelns und Denkens. Wir sind gewillter, Dingen und Menschen, die wir sympathisch finden, eher zu verzeihen und mehr Vertrauen entgegen zu bringen. Das ist eine Kunst, die sich Geschichtenerzähler zu eigen machen.

Durch das Storytelling soll es dir gelingen, Informationen aufzuarbeiten, zu vereinfachen und deinem Nutzer auf eine angenehmere Art und Weise zu präsentieren.

Bestandteile eines gelungenen Storytellings

Um die Kunst des Geschichten erzählen zu perfektionieren und dich als Content King oder Queen zu positionieren, solltest du die grundlegenden Bestandteile dieser Methode kennen. Bücher geben dir dafür einen guten Leitfaden. Eine gute Geschichte besteht nämlich immer aus einigen wenigen, wichtigen Elementen:

  1. Einer Hauptfigur (der Held)
  2. Einem Ereignis/einer Zwangslage (der Konflikt)
  3. Einer Heldenreise (die Dramaturgie)
  4. Einem Ergebnis (das Ziel)

Der Held kann alles sein. Es muss sich nicht einmal um einen Menschen handeln. Wichtig ist, dass du deinem Helden einen Grund gibst, ihn zu mögen. Er muss wertvoll genug werden für die Geschichte, die du erzählen möchtest. Im B2B Marketing kann das beispielsweise ein Geschäftsführer sein. Im B2C Bereich eignet sich vielleicht eher ein Manager oder eine Marke. Es ist deine Geschichte, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Fragen, die du dir stellen solltest

  1. Wem möchte ich meine Geschichte erzählen?
  2. Was habe ich zu sagen?
  3. Was unterscheidet meine Geschichte von all den anderen?
  4. Wie kann meine Geschichte anderen Menschen weiterhelfen?
  5. Ist meine Geschichte interessant?
  6. Wie kann ich meine Geschichte anreichern?
  7. Wobei braucht meine Zielgruppe überhaupt Hilfe?
  8. Was erwarten meine Kunden von mir?
  9. Passt meine Geschichte zum strategischen Marketing?
  10. Welche Wirkung möchte ich in dieser Welt erzielen?

Storytelling wird meistens in Form von Texten entwickelt. Es ist eine einfache Methode, die aber zur Kunst werden kann, wenn du weißt, was dein Ziel ist. Ist dein Storytelling eine Art der Beratung? Oder möchte sie mehr als nur das sein? Viele Online Shops erzählen eine Geschichte, um die Menschen zum Kauf zu bewegen. Doch auch mit einem Blog oder als gemeinnützige Organisation hilft dir dieser Stil dabei, die Menschen von dir und deinen Ideen zu  überzeugen.

So baust du deine Geschichte 

Eine Geschichte zu erzählen kann schwierig sein, muss es aber nicht. Um deine Geschichte zu bauen, brauchst du vor allem drei grundlegende Dinge: Reason Why, Tonality/Flair und einen Consumer Benefit. Wieso erzählt du diese Geschichte, wie erzählst du sie und was haben deine Zuhörer davon einen Mehrwert? Sobald du diese drei Punkte geklärt hast, kannst du dir Gedanken über die Art der Geschichte machen. Soll es ein Video sein, ein Referenzbericht oder eine Unternehmensgeschichte? Was möchtest du überhaupt vermitteln?

Erst nachdem du diese zwei sehr wichtigen Punkte geklärt hast, solltest du deine Idee weiter entwickeln und ausarbeiten. Du musst dir schließlich Gedanken darüber machen, wie du sie erzählen möchtest und was dein roter Faden ist. Auch wenn ein paar Schmuckfedern sicherlich ganz hübsch sind, darfst du niemals das Wesentliche aus den Augen verlieren, damit deine Botschaft auch das Ziel erreicht. Dafür solltest du alle Kommunikationskanäle, auf denen du deine Story teilen willst, kennen. Kenne die Kanäle, ermögliche Interaktionen und mache die Geschichte nicht nur teilbar, sondern regelrecht erlebbar.

Transmediales Storytelling

Storytelling muss nicht immer nur bedeuten, dass du einen Text schreibst. Entwickle eine Geschichte, die auf allen Kanälen funktioniert. Der Mensch hat sechs Sinne, die du ausnutzen kannst. Am besten gelingt dir das, indem du dir verschiedene Medien zu Nutzen machst. Veröffentliche zum Beispiel einen Image Film oder ein Erklärvideo auf YouTube. Diesem kannst du auf deiner Website an mehr Tiefe verleihen. Mache deine Geschichte teilbar, egal was du tust. Nutze Plattformen wie Facebook, Instagram oder Twitter und höre auf die Wünsche deiner Zielgruppe. Stelle dir vor, Storytelling wäre eine Lagerfeuergeschichte. Du würdest die Geschichte anpassen und auf die Ideen deiner Mitmenschen hören. 

Hast du dich auch schon einmal am Storytelling probiert? Was sind deine Erfahrungen mit dieser Erzählmethode? Ich freue mich sehr über deine Anregungen als Kommentar!

Beitragsbild: © 3888952 – pixabay.com

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